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Ihr Weg zur Unternehmensgründung - einfach und übersichtlich

Nachdem Sie ihre Geschäftsidee, ihr Franchise oder ihre nebenberufliche Selbstständigkeit einer Marktanalyse unterzogen, einen Businessplan kalkuliert und einen Firmennamen gewählt haben, geht es mit dem Gang zum Amt los!

 

Was Sie für die Unternehmensgründung wissen sollten

Bevor Sie sich mit der Ausgestaltung Ihrer Unternehmensgründung genauer befassen, sollten Sie bereits eine Reihe von strategischen Fragen beantwortet haben. Im folgenden wird auf strategische Entscheidungen wie

nicht eingegangen, da sie seperat behandelt werden.

Ihre Checkliste zur Unternehmensgründung

Sie haben sich bereits über die wesentliche Eckpunkte Ihrer Existenzgründung Gedanken gemacht und möchten jetzt endlich loslegen? Bevor Sie sich für Ihre Unternehmensgründung über Finanzierung, Standort oder Personal Gedanken machen können, müssen Sie sich für eine Rechtsform entscheiden und ein Gewerbe anmelden.

Rechtsformen

In Deutschland fällt die Wahl der Rechtsform meistens auf die Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person) und haftet für Verbindlichkeiten durch das Geschäftsvermögen. Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung kann sowohl von juristischen als auch natürlichen Personen gegründet werden.

Gewerbeanmeldung

Um mit Waren und Dienstleistungen in Deutschland Handel zu treiben, müssen Sie beim Gewerbeamt ein Gewerbe anmelden und einen Gewerbeschein beantragen. Es wird geprüft ob alle Voraussetzungen zur Aufnahme eines Gewerbes erfüllt sind, d.h. ob Sie allen Auflagen gerecht werden, die ein bestimmtes Gewerbe verlangt. Mit Ausstellung des Gewerbescheines werden Ihre Daten dem Finanzamt, der Industrie- und Handels- oder Handwerkskammer, dem statistischen Landesamt, dem Handelsgericht und der Berufsgenossenschaft weitergeleitet.

Was ist wichtig bei der Unternehmensgründung?

Finanzierung

Freunde und Verwandte

Oftmals finden sich Verwandte und Freunde die sich mit einem Darlehen, einem Nachrangdarlehen, einer stillen oder offenen Beteiligung einverstanden erklären. Verwandtendarlehen können wie Eigenkapital behandelt werden.

Bank

Banken bieten eine Vielzahl verschiedener Programme zur Finanzierung einer Unternehmensgründung an, aber nur ein Bruchteil der Bewerber bekommt den gewünschten Kredit. Um die Bankiers von Ihrem Vorhaben zu überzeugen, ist ein schriftlich ausgearbeitetes Unternehmenskonzept, einen Business-Plan und eine gute Vorbereitung das Mindeste. Um eine Genehmigung für eine Finanzierung durchzuboxen, ist Einfallsreichtum und Hartnäckigkeit unverzichtbar. Kredite von Banken werden in der Gründerwelt auch als "dummes Geld" bezeichnet, da Banken zwar Kapital aber kein Wissen ins Unternehmen einbringen.

Risikokapital: Venture Capital & Business Angels

Oft ist mehr Kapital notwendig als durch bankübliche Sicherheiten oder mit eigenen Geldmitteln abzudecken ist. Deswegen gibt es sogenanntes Risikokapital oder Venture-Capital - obwohl keine ausreichenden Kreditsicherheiten vorgewiesen werden können, bekommen Unternehmensgründer Kapital von einem Unternehmen, einer Bank, einem Versicherungsunternehmen oder einer Beteiligungsgesellschaft.

Venture Capital ist Eigenkapital, das dem Unternehmen von Beteiligungsgesellschaften oder außen stehenden Privatpersonen zur Verfügung gestellt wird.

Business Angels sind vermögende Privatpersonen die bereit sind, ihre Erfahrungen und ihr eigenes Kapital in Unternehmensgründungen einzubringen.

Kapital von Risikokapitalgebern wird als "schlaues Geld" bezeichnet, weil die Risikokaptialgeber in aller Regel eigenes Know-How und eigenes Netzwerk ins Unternehmen einbringen.

Geschäftspartner

Geschäftspartner können dafür gewonnen werden, einen Lieferantenkredit bzw. Vorauszahlungen zu geben oder in das Unternehmen zu investieren. Beteiligungen können z.B. in Form von Genussrechten, stillen Beteiligungen, Kommanditbeteiligungen, Genussscheinen oder Anleihen erfolgen.

Öffentliche Fördermittel

EXIST Gründerstipendium

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) richtet sich mit dem EXIST Gründerstipendium an Hochschulabsolventen, Studierende und Wissenschaftler nicht gewinnorientierter Einrichtungen.

BHT Gründerstipendium

Das BHT Gründerstipendium fördert Gründer unter 40 Jahren mit Wohnsitz in Berlin und einer technologischen Geschäftsidee oder einer produktionsnahen Dienstleistung. Es werden vor allem Gründer angesprochen, deren Businessplan bereits weitgehend ausgereift ist.

Wettbewerbe zur Gründungsförderung

Deutschland weist die größte Dichte an Gründerwettbewerben auf, die ihren Siegern Unterstützung in Form von Preisgeldern und Sachpreisen in Aussicht stellen. Dazu zählen z.B. enable2start, start2grow, StartUp-Impuls, netSTART-Award, Deutscher Gründungspreis, Boss-Challenge, Entrepreneur des Jahres, Die beste Geschäftsidee, usw.

Gründungszuschuss

Empfänger von Arbeitslosengeld I können sich durch die Agentur für Arbeit mit dem sogenannten Gründungszuschuss fördern lassen, wenn Sie noch mindestens 90 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben und einen Businessplan zusammen mit einer fachkundigen Stellungnahme (z.B. von der IHK oder einem Steuerberater) einreichen.

Eigenkapitalförderung

Die Bundesregierung bietet das ERP-Eigenkapitalhilfe-Programm (EKH) an, mit der Unternehmensgründer/-innen "haftende Eigenmittel" bilden können. Desweiteren gibt es das Existenzgründungsprogramm der Deutschen Ausgleichsbank und den Beteiligungsfonds-Ost. Diese Kredite zeichnen sich hauptsächlich durch lange Laufzeiten, niedrige Zinssätze und mehrere tilgungsfreie Jahre aus.

Standort

Standortfaktoren

  • Steuern
  • Abgaben
  • Subventionen
  • Absatzstruktur
  • Infrastruktur
  • Arbeitskräftepotenzial
  • Ressourcenverfügbarkeit

Netzwerk

  • Kulturangebot
  • Freizeitmöglichkeiten
  • Bildungsangebot

Personal

Talente

Ein neugegründetes Unternehmen braucht Talente, die im Stande sind eine neue kreative Geschäftsidee zu entwickeln und direkt mit der Umsetzung zu beginnen. Dieses meist noch junge Personal sollte höchste Effektivität mit niedrigen Gehaltsvorstellungen in sich vereinen. Vor allem in der Gründungsphase profitieren Unternehmen von starken Persönlichkeiten mit großen Ambitionen und dem richtigen Fingerspitzengefühl. Gleichzeitig wird mit der Rekrutierung von Talenten der Grundstein gelegt um gut ausgebildete Fachkräfte auszubilden.

Outsourcing

Outsourcing bezeichnet die Auslagerung von Aufgaben, Strukturen und Prozessen an Dritte. Im Unterschied zu sonstigen Partnerschaften, werden Dauer und Gegenstand der Leistungen, die bisher intern erbracht wurden und nun fremdbezogen werden, durch Verträge festgelegt. Mehr zum Thema Outsourcing finden Sie auch in unserem Blog.

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