Gipfeltreffen Schweiz: Jens, Leiter einer Web-Agentur

Veröffentlicht am 06.02.2013 von team twago

Heute im „Let´s meet …“: Die Gründer der Schweizer Web-Agentur Schweiz Design GmbH, Jens Herbst und Dimitri Tirez. Jens Herbst hat im Jahre 2008 als erfahrener Online Marketing Experte den Weg in die Selbstständigkeit gewagt und führt ab diesem Jahr die Webagentur zusammen mit seinen neuen Geschäftspartner Dimitri Tirez erfolgreich weiter.

1. Warum hast du dich dazu entschieden, eine eigene Firma zu gründen und den riskanten Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen? Wie kam es dazu?

Ich habe schon immer davon geträumt, mein Hobby zum Beruf zu machen und wünschte mir insgeheim auch, irgendwann mein eigener Herr zu sein. Allerdings waren meine Hobbys in jungen Jahren noch sehr breit gefächert, sodass ich noch nicht absehen konnte, wohin mich mein Weg letztendlich führen wird. Fakt war aber: In einem angestellten Verhältnis habe ich mich nie richtig wohlfühlen können, da ich stets meine eigenen Vorstellungen, Ideen, meine Kreativität und somit auch meine persönlichen Ziele immer wieder zurückstellen musste. Meine Ziele und Träume zu verwirklichen stand zwar grundsätzlich auf meinem Lebensplan, doch fehlte mir bis dato noch der richtige „Tritt“.
Irgendwann habe ich dann das Internet für mich entdeckt und war regelrecht fasziniert von dieser unglaublichen Welt ungeahnter Möglichkeiten. Ich fing an zu experimentieren, eignete mir entsprechendes Fachwissen an und begann via „learning by doing“ meine ersten Webseiten zu erstellen und diese zu vermarkten. So war nicht nur mein neues Hobby, sondern auch die Leidenschaft zu meiner beruflichen Zukunft entfacht.

2. Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?

Kurioserweise gibt es für mich nicht den „typischen Arbeitstag“, da jeder Tag neue Herausforderungen und spannende Überraschungen für mich und mein Team parat hat. Aber ich habe eine Art „roter Faden“ der mich behutsam, aber doch zielsicher durch den Tag führt. Ich komme morgens ins Büro, lese und beantworte bei einer guten Tasse Kaffee die E-Mails vom Vortag und genieße somit ganz bewusst die Ruhe vor dem ersten Telefonklingeln. Die Hauptaufgabe des Tages ist allerdings das Ausarbeiten von aktuellen Projekten und Kundenkonzepten, inklusive Briefing und Brainstorming mit meinem Designer und Programmierer. Zwischendurch steht eventuell auch der eine oder andere Kundentermin an, die ich stets mit besonders großer Priorität wahrnehme. Des Weiteren kümmere ich mich noch um die Vermarktung der jeweiligen Kundenwebseiten, damit diese in den Suchmaschinen einen optimalen Stand haben und auch gut gefunden werden.

3. Was waren deine größten Herausforderungen bisher?

In den ersten Jahren Schweiz Design haben wir hauptsächlich kleinere und mittelständische Unternehmen betreut und uns mehr um die Erstellung eher unaufwendigere Firmenwebseiten gekümmert. Es hat etwas gedauert, den Mut und auch das Selbstbewusstsein zu erlangen, sich an größere Webprojekte heranzutasten. Als damals noch „taufrische“ Webdesign Agentur war ich noch besonders vorsichtig im Treffen von Entscheidungen und war stets darauf bedacht, ein Höchstmaß an Kompetenz und entsprechend perfekte Leistungen abzuliefern. Bei solch großen Herausforderungen muss konzeptionell sehr viel durchdacht und beachtet werden, damit Projekte im Umfang wie z. B. oeffnungszeiten.ch den Anforderungen des Kunden auch dauerhaft entspricht. Der Mut, einen weiteren Schritt nach vorne zu wagen, hat sich gelohnt – mittlerweile realisieren wir für unsere Kunden überwiegend größere Projekte.

4. Was unternimmst du, um deine Agentur bekannter zu machen?

In diesem nahezu exponentiell wachsenden Gewerbe ist es besonders wichtig immer am Ball, genauer am Puls der Zeit zu bleiben. Aus diesem Grund sind wir sehr aktiv im Bereich Social Media. Zudem haben wir uns über die Jahre eine gute Position in den Suchmaschinen erarbeitet, ein stets wackeliger Istzustand, der aus diesem Grund auch regelmäßig aktualisiert und gepflegt werden muss. Natürlich hoffe ich auch, dass dieses Interview dazu beiträgt, dass wir auch im deutschsprachigen Raum etwas bekannter werden

5. Wenn du jungen Gründern einen Tipp geben könntest, welcher wäre es?

In den schweren Anfangszeiten hat jeder Respekt und auch eine gewisse Portion Angst vor seinem großen Ziel. Das ist völlig normal. Schließlich begibt man sich als Pionier in ein großes Abenteuer. Ich habe mir anfangs viele kleine Ziele gesetzt. So konnte ich auch trotz einiger Existenzängste immer wieder Erfolgserlebnisse verbuchen, die mich immer wieder bestärkt haben, den Weg weiter zu gehen. Wichtig ist nur, dass man auf diesem Weg das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verliert und sich folgende Weisheit hinter die Ohren schreibt: Wer etwas wirklich will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

6. Lieber Web-App oder native App? Warum?

Natürlich sollte man zuversichtlich in die Zukunft sehen und beiden Formen eine Chance geben. Native Apps machen sich meiner Meinung nach selbst das Leben schwer. Sie sind nur auf bestimmte Geräte oder Software zugeschnitten, sie sind zudem zeitaufwendig und verhältnismäßig sehr kostenintensiv. Web Apps dagegen konnten sich im alltäglichen Business etablieren, daher sehe ich Web Apps auf einem Siegeszug, während native Apps vermutlich ein Nischenprodukt bleiben werden.

7. Wie stellst du dir die Zukunft des Webs vor?

Diese Frage zu beantworten ist gar nicht so einfach. Ich freue mich schon jetzt darauf, meine eigene Antwort in zehn Jahren noch einmal lesen zu können. Hier findet täglich eine unglaubliche Weiterentwicklung und in der Regel eine deutliche Verbesserung des Webs statt. Und auch in der Zukunft wird bessere Software auf immer ausgereiftere Hardware treffen. Ich kann mir auch vorstellen, dass eine noch deutlichere Vernetzung von Mobiltelefon, Internet und Fernsehen stattfinden wird. Eventuell wird auch eine neue Form der Datenkomprimierung die Möglichkeit schaffen, viele Informationen auf wenig Webspace bereitzuhalten. Im Großen und Ganzen dürften wir auf dem Gebiet des Webs noch einige Quantensprünge erwarten.

8. Das letzte Wort hast du:

Wenn ihr mehr über unsere Kunden und unsere Projekte erfahren möchtet, würden wir uns über einen Besuch auf unserer Webseite www.schweizdesign.ch oder ein persönliches Treffen freuen. Beste Grüße aus Zürich. Ihr Jens Herbst.

Jetzt Auftrag ausschreiben

Auch interessant:

Comments (3)

Trackback URL | Comments RSS Feed

  1. Nils Bärli says:

    interessanter Artikel, sehr sympathisch geschrieben. habe euch gleich in meine Favoritenliste gefügt. LG Nils

  2. Jens says:

    Vielen Dank Nils für Deinen Kommentar, wenn Du etwas brauchst, lass es mich wissen, Beste Grüsse aus Zürich Jens

Kommentar schreiben

Your email address will not be published. Required fields are marked *