Business Englisch für Freiberufler

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Keine Zeit für Weiterbildung? Wenn Freiberufler eins nicht haben, dann ist es Langeweile. Wer denkt schon an die eigene Fortbildung, wenn kaum Zeit für die Mittagspause bleibt? Eben. Gastautorin Yvonne Pöppelbaum arbeitet als freie Redakteurin für den Spotlight Verlag und ist auf die Themen “Sprachen lernen” und “E-learning” spezialisiert. Für Twago hat sie aufgeschrieben für welchen Lerntyp Online Sprachkurse in Frage kommen.

Was für ein Lerntyp bist du?

Auditiver Lerntyp oder eher visueller? Diese Frage lässt sich einfach beantworten.

Sprachen lernen ist eine Typfrage. Das heißt nicht unbedingt, dass es einen Typ gibt, der zum Sprachenlernen geboren ist und einen anderen, der sich keine zwei Vokabeln merken kann. Die Typfrage bezieht sich unter anderem auf die Wahrnehmungspräferenz. Lerne ich besser, wenn ich Muttersprachlern zuhöre und das Gehörte nachspreche? Oder bleibt das Gelernte besser im Kopf, wenn ich mir eigene Beispiele aufschreibe? Ein recht bekanntes Modell zur Unterscheidung von Lerntypen ist das von Frederic Vester. Bereits 1975 hat er aufgeschrieben, wie sich die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen von Mensch zu Mensch unterscheiden kann. Inzwischen wird zwar auch Kritik an diesem Modell geübt, aber es eignet sich als Grundlage, um über die eigenen Angewohnheiten und Vorlieben beim Sprachenlernen nachzudenken und für sich selbst herauszufinden, wie man eigentlich am besten lernt.

Was für ein Lerntyp bin ich?

Vester unterscheidet vier Lerntypen: Der auditive Typ nimmt am liebsten akustische Informationen auf. Über Hören und (Nach-)sprechen merkt er sich neue Sachverhalte am besten. Der haptische Typ lernt am besten über das Berühren von Modellen, der visuelle Typ beobachtet am liebsten und der intellektuelle Typ denkt am liebsten ausführlich über Gelerntes nach. Je nach Wahrnehmungskanal funktioniert demnach die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen besser.

Alles Quatsch – sagen dagegen zum Beispiel Cedar Riener und Daniel Willingham. Im Magazin „Change: The Magazine of Higher Learning“ (Ausgabe 5, 2010) schreiben sie: „There is no credible evidence that learning styles exist.“ Dabei stimmen die beiden Autoren zwar zu, dass es Unterschiede zwischen Lernern gibt, aber sie argumentieren, dass auch Interesse, Motivation, Fähigkeiten und Hintergrundwissen von Lerner zu Lerner unterschiedlich ausgeprägt sind und somit erheblichen Einfluss auf den Lernerfolg haben. Klingt plausibel. Was heißt das für lernwillige Freiberufler?

Business Englisch online lernen

Das heißt, wer eine Sprache lernen will, der findet auch einen Weg. Für freie Programmierer, Webdesigner oder sonstige Freelancer ist die wichtigste Arbeitssprache meist Englisch. Bei notorischer Zeitknappheit liegt es nahe, nach Möglichkeiten zu suchen, Business Englisch online zu lernen. Dabei sollte man sich bewusst machen, dass Onlinelernen keine echte face-to-face-Lernsituation ersetzen kann. Auch sollte man sich fragen, ob man ohne „menschliches Feedback“ auskommt oder ob man eine echte Lerngruppe bzw. einen Lehrer braucht. Die Angebote im Netz unterscheiden sich beispielsweise danach, ob es einen Tutor oder eine Community gibt und danach, wie das Lernmaterial aufbereitet ist. Lernvideos mit muttersprachlichen Schauspielern bieten zwei Vorteile: man bekommt authentische Alltagssituationen direkt auf den Bildschirm serviert und man kann sie ansehen, wann man will und so oft man will.

Eine Falle für Onlinelerner ist die oft Motivation: Wenn keine anderen Sprachkursteilnehmer zu einer bestimmten Zeit auf einen warten, schleicht sich schnell der „mach ich morgen“-Schlendrian ein. Was dagegen helfen kann, sind Routinen oder selbst festgelegte Ziele. Beispiel: Ich kann mir vornehmen, in der Mittags- oder Kaffeepause eine Lektion durchzuarbeiten. Oder, je nach Typ – da sind wir zum Schluss schon wieder bei einer Typfrage – morgens vor der Arbeit oder abends nach Feierabend ein bestimmtes Lernpensum zu absolvieren. Mit ein bisschen Disziplin hält man den inneren Schweinehund schon in Schach. Viel Erfolg!

Bildquelle: shisma / Wikipedia

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