Arno Schrader ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Er hat eine Vielzahl von Publikationen veröffentlicht. Seine Spezialität: Komplizierte Sachverhalte in eine verständliche Sprache übersetzen. Im neuesten Artikel des twago Magazins gibt er Tipps zu genau diesem Themengebiet.
Ihre Leser sollten Sie verstehen. Egal, ob es um Werbung, Informationen, Produktbeschreibungen, Beipackzettel, förmliche Briefe wie Anschreiben an Kunden und Lieferanten oder auch Kündigungen oder Abmahnungsschreiben geht.
Texte und Briefe sollten genauso ausgefeilt sein wie Ihre Hochzeit. Auch Fontane sagte schon, dass die erste Texterstellung sehr schnell gehen kann. Aber dann: korrigieren, editieren, feilen. Sie werden erkennen, dass auch für Ihre Korrekturen ein Planer unerlässlich ist – damit Sie erstklassige Texte abliefern.
Folgen Sie stets diesen sechs in der Praxis erprobten Schritten:
1.Schritt: Ihre Zielgruppe
Überlegen Sie sich bereits während des Schreibens wer der Adressat Ihrer Arbeit ist. Sie schreiben Ihrem Rechtsanwalt selbstverständlich ein anderes Anschreiben als Ihrem Vorgestzten und verfassen einen Werbetext anders als einen journalistischen Artikel.
2. Schritt: Die Rechtschreibprüfung, Satzbau und Sprachstil
Lesen Sie Ihren Beitrag und führen Sie eine erste Rechtschreibprüfung durch. Dabei achten Sie auch auf den richtigen Satzbau (Subjekt, Prädikat, Objekt) und aktive Sätze.
Scannen Sie Ihren Text nochmals mit Ihren Augen und achten Sie auf

„Der Leser muss nichts müssen.“

3. Schritt: Ihre Stilelemente
Auf jeder Seite sollten sich interessante Elemente und Eyecatcher finden, wie

4. Schritt: Der rote Faden und der Lesernutzen mit Aktualität
Prüfen Sie auf jeden Fall noch einmal
- ob Ihr Text einen roten Faden hat,
- der Nutzen für den Leser klar bestimmbar ist und
- ob die Aktualität Ihres Beitrags angemessen ist.
5. Schritt: Das Äußere
Erstellen Sie
- Randbemerkungen mit Botschaften,
- einen sinnvollen Fettdruck bzw. Hervorhebungen
und prüfen Sie, ob Sie
- einheitliche Abkürzungen und
- einheitliche Sonderzeichen
verwenden. In journalistischen Texten beispielsweise sind Abkürzungen allerdings generell zu vermeiden. Prüfen Sie immer die Angemessenheit Ihres Stils und des Formats.
6. Schritt: Nochmalige Rechtschreibprüfung und Endkontrolle
Auch wenn Sie eigentlich für die Rechtschreibprüfung gar nicht verantwortlich sind und andere Spezialisten Ihren Text später prüfen sollten: Viele Fehler werten Ihren Text ab. Lesen Sie auch deshalb Ihren Beitrag noch einmal.
Checkliste
Mit dieser Checkliste können Sie prüfen, ob Sie wirklich alles richtig gemacht haben.

Bildquelle: photosteve101 | Flickr


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