twago Gastautorin Verena Iking arbeitet im Bereich Unternehmenskommunikation bei der FranchisePORTAL GmbH, dem Internetportal zum Thema Franchising und Existenzgründung im deutschsprachigen Raum. Zum Netzwerk gehört unter anderem auch der Blog Franchise-Treff. Im neuen Artikel geht sie auf die speziellen Nischen in Franchise-Systemen ein, die Freelancern attraktive Projekte ermöglichen.

Franchise-Systeme gibt es nicht nur in der Gastronomie - Auch Freelancer aus Design und IT können profitieren
Wie in jedem anderen Unternehmen, gibt es auch in Franchise-Systemen spezifische Bereiche und Herausforderungen, in denen das eigene Know-how nicht ausreicht. Zudem sind die meisten Franchise-Systeme KMU’s und gehören damit zur größten Auftragsgeber-Gruppe für Freelancer. Grund genug also Franchise-Systeme einmal aus Freelancer-Sicht unter die Lupe zu nehmen.
Ein typisches Einsatzgebiet für Freelancer sind natürlich die Bereiche Grafik und Text. Wer einen professionellen Unternehmensauftritt haben möchte, sollte entweder entsprechende Kapazitäten im eigenen Unternehmen haben oder sich an jemanden wenden, „der sich damit auskennt“, wie man so schön sagt. Der konsequente Auf- und Ausbau eines Franchise-Systems umfasst selbstverständlich auch eine starke Marke und den entsprechenden Auftritt im Web, im Schriftverkehr oder in der Werbung. Sprich: Besonders Franchise-Systeme, deren Marke und Geschäftskonzept multiplizierbar sein sollen, brauchen ein corporate design, das sich überall wiederspiegelt.
Das Erstellen von unternehmensinternen Zeitschriften und Magazinen ist ein weiteres typisches Einsatzgebiet für Freelancer in Franchisesystemen. In größeren Franchisesystemen gibt es meist verschiedene Varianten des corporate publishings. Zum einen gibt es Magazine, die zur Unterhaltung und Information der Endkunden dienen. Zum anderen gibt es bei einigen Franchisesystemen Magazine, die nur für die Mitarbeiter der Zentrale und die Franchise-Nehmer gedacht sind. In diesen Magazinen geht es meist um Neuigkeiten und Neuerungen im Unternehmen, neue Franchise-Partner, Aktionen, die gut gelaufen sind und ergänzend ganz allgemeine Beiträge zur Unterhaltung.
Für spezialisierte Interims-Manager gibt es in Franchisesystemen ebenfalls Platz. Da der Aufbau eines Franchise-Systems mit einigen Tücken verbunden ist, eignet sich dieser Bereich gut für Interims-Manager, die allerdings mindestens ein Jahr in dem Unternehmen einplanen müssen. Voraussetzung ist selbstverständlich das nötige Know-how im Bereich Franchising und Franchisesystem-Aufbau. Weiterhin stellt die Gewinnung von Franchise-Partnern eine Herausforderung für jedes System dar. Auch hier ist der Einsatz von Interims-Managern denkbar, die Kampagnen entwerfen und begleiten bis eine gewisse Zahl an Franchise-Betrieben eröffnet hat.
Und auch für (Unternehmens-)Berater aller Art ist Platz im Franchising. Der Bedarf für interne Schulungen oder Analysen von Arbeitsprozessen ist hier gleichzusetzen mit „herkömmlichen“ KMU’s. Es zeigt sich also, dass Freelancer auch in Franchise-Systemen gebraucht werden. Neben Einsatzbereichen, die alle Unternehmen einer gewissen Größenordnung vorweisen, gibt es in Franchise-Systemen zudem spezielle Nischen, wie beispielsweise den Aufbau des Franchise-Systems in einem Unternehmen oder das corporate publishing.
Für den ein oder anderen derzeitigen Freelancer könnte sich vielleicht sogar der Weg in ein Unternehmen als Franchise-Nehmer rechnen. Schließlich hat Franchising in Deutschland mehr zu bieten als SB-Bäckereien und Burger-Manufakturen. Gerade im kreativen Bereich schließen sich immer mehr Selbstständige unter dem Dach einer starken Marke zusammen und profitieren so von einem starken Netzwerk, sich ergänzenden Kompetenzen und Einkaufsvorteilen.
Bildquelle: Håkan Dahlström | Flickr


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