Deutschlands Mittelstand setzt auf Freelancer

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Joy Mann von YourFirm beschreibt in ihrem Beitrag den für Freelancer besonderen Stellenwert mittelständischer Unternehmen als potentielle Arbeitgeber. Fachkräftemangel in den MINT-Branchen und die Attraktivität von „Hidden Champions“ – für Freelancer lohnt es sich einen Blick auf weniger populäre Unternehmen zu werfen.

Hidden Champions

Hidden Champions - nicht nur Großkonzerne sind interessante Arbeitgeber

Deutschlands Wirtschaft boomt, Experten rechnen für das Jahr 2011 mit einem Anstieg des Bruttoninlandsprodukts um mehr als drei Prozent. Von diesem Aufschwung profitieren nicht nur große Konzerne, sondern auch die mittelständischen Unternehmen.

Dank voller Auftragsbücher ist der Mittelstand, häufig auch als „Jobmotor“ Deutschlands bezeichnet, gegen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten gut gewappnet. Doch der konjunkturelle Aufschwung stellt den Mittelstand auch vor neue Probleme, so haben viele Betriebe bereits große Schwierigkeiten, den wachsenden Personalbedarf zu decken.

Der Fachkräftemangel betrifft besonders die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Deshalb setzen deutsche Unternehmen zunehmend auf den Einsatz externer Spezialisten, um zusätzliche Projekte, bei denen Spezialwissen erforderlich ist, zeitnah umsetzen zu können. Der größte Bedarf an Freelancern besteht dabei in der Bankenbranche und im Industriesektor. In immer mehr Branchen zeichnet sich damit ein ausgeprägtes Interesse an Freelancing ab. Und für Programmierer und IT-Experten steigt die Bedarfslage weiter.

Gute Arbeitsbedingungen im Mittelstand

Der Deloitte-Studie 2011 zufolge interessieren sich rund 65 Prozent der Berufseinsteiger und Professionals für mittelständische Unternehmen. Auch die kleinen und mittelgroßen, häufig familiengeführten Betriebe werden als besonders attraktive Arbeitgeber wahrgenommen; ihnen werden positive Eigenschaften wie gute Arbeitsatmosphäre, Teamgeist und die Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten zugeschrieben.

Für Freelancer sind die sogenannten „Hidden Champions“, die führenden mittelständischen Unternehmen, besonders interessant. Als Hidden Champions werden Unternehmen bezeichnet, die trotz ihres enormen wirtschaftlichen Erfolgs in der Öffentlichkeit relativ unbekannt sind.

Der Wettbewerbsvorteil von international erfolgreichen Marktführern wie KAESER, Prettl oder Hoerbiger liegt in ihrer besonderen Kundennähe. Die Produkte und Leistungen werden gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten. Anhand innovativer Verfahren werden hochkomplexe Produkte hergestellt; ein Prozess, der eine besonders enge Kundenbeziehung erfordert.

Um den Anforderungen zu genügen, benötigen die mittelständischen Unternehmen spezielles Fachwissen, weshalb sie häufig auf externe Spezialisten zurückgreifen. Meist handelt es sich dabei um zeitlich begrenzte Spezialprojekte – ein ideales Betätigungsfeld für Freelancer.

Abseits dessen lohnt es sich auch für jene, die auf der Suche nach einer Festanstellung sind, bei den führenden mittelständischen Unternehmen nach passenden Stellenangeboten zu suchen.

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