Am Mittwoch hatten wir einen Artikel über die interkulturelle Zusammenarbeit mit Briten veröffentlicht.

David ist Trainee bei twago
Heute folgen zwei Erfahrungsberichte – Susanne berichtet aus deutscher, David aus britischer Sicht über die kleinen Eigenheiten und Unterschiede, die man bei einer Zusammenarbeit beachten muss.
5 Fragen an David, Trainee bei twago. Schon während seines Studiums in England hat er zwei Auslandssemester in Potsdam absolviert, seit März 2011 ist er Trainee bei twago im Bereich Search Engine Optimization und unterstützt das Online-Marketing-Team für den englischsprachigen Markt.
1. Warum hast du dich entschlossen, in Deutschland zu leben und zu arbeiten?
Ich bin im August 2010 nach Berlin gekommen, aber ich habe vorher schon ein Jahr in Potsdam studiert. Ich kannte Deutschland also schon gut und hatte auch schon viele Freunde hier. Ich war schon immer an deutscher Kultur und Geschichte interessiert. Besonders in Berlin hat mich die lockere und dynamische Lebensart begeistert. Deutschland hat eine starke Wirtschaftskraft und ich hoffe, dass ich die Möglichkeiten, die Deutschland für ein Studium gibt, für mich nutzen und eine erfolgreiche Karriere beginnen kann.
2. Was vermisst du am meisten von Großbritannien?
Auch wenn das britische Essen einen schlechten Ruf hat, ich vermisse es sehr! Außerdem bin ich an der Küste aufgewachsen und vermisse deshalb die frische Seeluft und den schönen Seeblick. Und mir fehlt der einzigartige Humor, den wir in England haben.
3. Was gefällt dir am besten in Deutschland
Ich liebe die deutsche Landschaft und mich faszinieren die großen Städte in Deutschland wie Hamburg, München und Berlin. Außerdem finde ich es erstaunlich, wie die Deutschen es in der Geschichte immer wieder geschafft haben, sich neu zu erfinden und gleichzeitig immer wieder wirtschaftlich und gesellschaftlich daran zu wachsen.
4. Wie würdest du die Deutschen beschreiben?
Deutsche behaupten gern, sie lebten in einer fairen, gleichberechtigten und wohlhabenden Gesellschaft und für die meisten Bereiche stimmt das auch. Außerdem trifft der Stereotyp des Deutschen als unfreundlicher, nordischer Charakter auf die meisten nicht zu. Schon ein kleiner Spaziergang durch die unterschiedlichen Bezirke Berlins zeigt, dass die deutsche Gesellschaft genauso facettenreich sein kann wie in jedem anderen europäischen Land auch.
5. Welche Tipps gibst du Briten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Deutschen?
Ich würde ihnen empfehlen, ihre Vorurteile abzulegen. Deutsche müssen mit ihrem negativen Stereotyp in der britischen Gesellschaft zurechtkommen, die sie als penibel, roboterhaft und kompromisslos beschreibt. Das ist nicht nur etwas ignorant, sondern auch völlig falsch. Briten, die mit Deutschen zusammenarbeiten sollten wissen, dass Deutsche flexibel, pragmatisch und begeistert sind, wenn es ums Geschäft geht.
5 Fragen an Susanne, Praktikantin bei twago. Während ihres Studiums ging sie für zwei Auslandssemester nach England und unterstützt nun das twago-Team im Bereich Search Engine Optimization.
1. Wie lange warst du in Großbritannien und was hast du dort gemacht?

Susanne vom Team Search Engine Optimization
Ich habe zwei Semester European Business an der University of Huddersfield studiert.
2. Hattest du manchmal mit Schwierigkeiten zu kämpfen? Mit welchen?
Im Großen und Ganzen gab es kaum Schwierigkeiten. Der Linksverkehr barg anfangs natürlich so seine Tücken, aber auch daran gewöhnt man sich schnell.
3. Was hat dir während deines Aufenthaltes am meisten gefallen?
Multikulturell ist wohl das Wort was meine Erfahrungen in Großbritannien am ehsten widerspiegelt. Man lernt ständig Menschen aus aller Welt kennen. Das ist unheimlich bereichernd. Und auch der englische Humor ist großartig (meistens zumindest). Außerdem wird sich häufig mit dem Vornamen angesprochen, selbst wenn man sich nur auf professioneller Ebene kennt. Das habe ich ebenfalls als sehr angenehm empfunden.
4. Wie würdest du die Briten beschreiben?
Meiner Erfahrung nach sind die meisten Briten sehr hilfsbereit und freundlich, besonders wenn sie merken, dass man aus einem anderen Land kommt und sich deshalb nicht zurecht findet . Auch wenn die Frage, ob es einem gut geht, nicht immer ganz ehrliches Interesse am Befinden bedeutet, ist es doch netter als nichts oder ein grummeliges “Tag”. Diese Höflichkeit kann aber auch ihre Tücken haben, wenn es zu notwendiger Kritik kommt.
5. Was sind deine Tipps für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Briten?

David und Susanne
Ich habe gelernt, dass es in Großbritannien sehr wichtig ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Nur die wenigsten Briten kritisieren ihr Gegenüber offen. Wenn man also an einem deutsch-britischen Projekt arbeitet, ist es essenziell zu wissen, dass verschiedene Phrasen, die in Deutschland Zustimmung signalisieren, in Großbritannien versteckte Kritik bedeuten.
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