8 Tipps: Soziale Absicherung für Selbstständige

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Um keine Überraschung zu erleben, sollte man immer wissen, was sich hinter Angeboten verbirgt

Neben den vielen Vorteilen, die man als Selbstständiger genießt, gibt es auch einige Bürden und Fragen, die man als festangestellter Mitarbeiter in einem Unternehmen nicht hat: Was macht man bei Arbeitsunfähigkeit, Krankheit oder im Alter? Als Selbstständiger hat man zwar die freie Wahl, sich zum Beispiel freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse oder privat zu versichern, muss sich allerdings auch um alles selber kümmern. Hier einige Tipps, um bei der sozialen Absicherung nicht auf die Nase zu fallen:

  1. Schwerpunkte setzen: Bei der Wahl der richtigen Versicherung sollte man sich gut überlegen, welche Risiken in jedem Fall zu jeder Zeit abgedeckt sein müssen und welche Vorsorge getroffen werden muss. Jeder Bürger ist zu einer Krankenversicherung verpflichtet, zusätzlich besteht für bestimmte Selbstständige die Pflicht zur Rentenversicherung.
  2. Vergleichen: Es gibt nicht nur verschiedene Versicherungen, sondern diese bieten zusätzlich auch verschiedene Angebote an. Daher lohnt es sich, genügend Angebote einzuholen und zu vergleichen. Bei der Auswahl sollte man sich Zeit nehmen und sich nicht zu vorschnellen Entscheidungen drängen lassen. Auch vor schnell abgewickelten Versicherungspaketen sollte man Abstand nehmen: Jede Versicherung sollte individuell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sein.
  3. Gesetzlich oder privat? Als Selbstständiger hat man dabei die freie Auswahl, man sollte allerdings das Für und Wider genau abwägen und sich auch die Argumente von seinen gesetzlichen Versicherungsträgern anhören und in seine Überlegungen mit einbauen. Entfallen eventuell schon getätigte Einzahlungen, zum Beispiel bei der Rentenversicherung? Welche Beiträge muss man bei Familienmitgliedern rechnen, wenn man in die private Krankenversicherung wechselt?
  4. Antrag: Das Antragsformular muss vollständig und richtig ausgefüllt sein, spätestens beim Unterschreiben müssen alle Fragen geklärt sein. Für alle gemachten oder fehlenden Angaben im Antrag haftet der Antragsteller! Zusätzlich sollte man immer auch auf den Antragsdurchschlag bestehen. Er ist Vertragsbestandteil und einzige Möglichkeit, die im Antrag gestellten Konditionen mit der Police zu vergleichen, die einem später zugeschickt wird. Zudem dauert die Bearbeitung des Antrags und somit der Erhalt der Police oft länger, weshalb man auch eine schriftliche Deckungszusage ab dem Tag der Antragstellung fordern sollte.
  5. Vertragslaufzeiten: Generell sollte man Vertragslaufzeiten so kurz wie möglich halten, um flexibel wechseln zu können. Natürlich kann man auch die maximal zulässige Vertragsdauer von fünf Jahren vereinbaren, das sollte man allerdings nur bei besonders günstigen Konditionen aushandeln.
  6. Abweichungen: Sobald man die Police erhalten hat, sollte man sich auf Deckungsgleichheit mit dem Antrag überprüfen. Diese sollten vom Versicherer mit roter Farbe kenntlich gemacht werden. Widerspricht man im Falle einer Änderung nicht innerhalb eines Monats, gelten die vom Versicherer gemachten Konditionen.
  7. Beiträge: Der erste Beitrag wird ab Erhalt des Versicherungsscheins fällig und muss innerhalb der darauffolgenden fünf Tage bezahlt sein, ansonsten gilt der Versicherungsschutz womöglich nicht.
  8. Altersvorsorge: Auch um die Altersvorsorge muss man sich nun eigenständig kümmern. Dabei sollte man nicht nur auf ein einziges Standbein vertrauen: Zusätzlich zu der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es noch weitere Möglichkeiten wie Riester- oder Rürup-Rente und private Anlagen: Aktien, Immobilien, Renten- oder Lebensversicherungen.

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