
Entspannt in den Urlaub
Mit der Selbstständigkeit kommt auch die Verantwortung, sein Geschäft eigenständig zu organisieren, auch während des Urlaubs. Pünktlich zur Ferienzeit daher einige Tipps und notwendige Urlaubsutensilien, die als Selbstständiger im Urlaub nicht fehlen sollten.
Was für Freuden einem die Möglichkeiten der Selbstständigkeit versprechen: Keine Rechtfertigungen mehr vorm Chef (nur noch vor sich selbst, was allerdings manchmal ebenso hart sein kann), freie Zeiteinteilung bei der Arbeit, arbeiten wann und von wo man möchte. Doch wenn, wie jetzt, die Ferienzeit hereinbricht und sich die Freunde in Festanstellung langsam mit ihren Familien in den Urlaub verabschieden, kommt bei vielen die Frage auf: Kann ich mir einen Urlaub leisten? Muss ich nicht noch dieses Projekt ganz dringend erledigen – und danach könnte ja noch eines kommen? Und was mache ich mit meinen Kunden und dem Lohnausfall?
Fest steht: Als Selbstständiger hat man eine Verantwortung gegenüber seinen Kunden, und die bleibt natürlich auch während des Urlaubs erhalten. Das heißt, für Notfälle sollte man auch während seiner freien Tage verfügbar sein. Außerdem muss man im Urlaub nicht nur die anfallenden Kosten für die Ferien berechnen, sondern auch den Ausfall der Einnahmen mit einkalkulieren. Fest steht aber auch: Auch als Selbstständiger sollte man sich Auszeiten gönnen und einfach mal ein paar Tage die Beine baumeln lassen. Damit man seinen Urlaub gebührend genießen kann, sollte man frühzeitig mit der Planung beginnen und die entsprechenden Vorbereitungen treffen.
Vor dem Urlaub sollte man daher:
- Seine Kunden rechtzeitig über seine Urlaubspläne informieren und zwar am besten schon einige Monate im Voraus. Besonders gute Kunden oder solche, mit denen man schon länger in Verbindung steht, sollten persönlich benachrichtigt werden. Zusätzlich sollte man eine entsprechende Notiz als Signatur unter seinen E-Mails platzieren, die über Zeit und Dauer des Urlaubs informiert. Jeder wird verstehen, dass man mal eine Auszeit braucht und die Kunden werden es schätzen, so früh darüber informiert worden zu sein: So schafft man Vertrauen und die Kunden fühlen sich ernst genommen.
- Die Zeitplanung beachten: Es ist wenig sinnvoll, seinen Urlaub kurz vor einen wichtigen Termin zur Projektabgabe zu legen. Im Zweifel kann man weder seinen Urlaub genießen, noch die Abgabefrist einhalten. Sollten allerdings ohnehin saisonbedingte Auftragslöcher im Jahr herrschen, passt der Urlaub dort perfekt hinein.
- Vorarbeiten: Da man im Urlaub möglichst wenig arbeiten möchte, sollte man so viel wie möglich vorher erledigen. Schafft man nicht alle Kundenanfragen, kann man sich auch überlegen, ein paar Aufgaben an bekannte oder befreundete Kollegen „auszulagern“. So hat man zwar etwas weniger Einnahmen, aber dafür einen zufriedenen Kunden mehr.
- Für die Zeit nach dem Urlaub planen: In seinen Abwesenheitsmails sollten nicht nur schon bestehende Kunden angesprochen werden, sondern auch etwaige neue Kunden, die während des Urlaubs Anfragen senden. Eine kurze Notiz mit der Angabe des Rückkehrdatums und dem Versprechen, die Anfrage anschließend zu bearbeiten, sollten daher nicht fehlen.
Was man in den Urlaub mitnehmen sollte:
- Smartphone: Fast unumgänglicher Begleiter eines Urlaubs als Selbstständiger. Mit einem Smartphone lassen sich alle kleineren Arbeiten zwischendurch erledigen, wie zum Beispiel schnell die E-Mails checken oder eine kurze Antwort schreiben, seinen Terminplan kurz aktualisieren oder seine Mailbox abhören.
- Laptop: Auch wenn man hofft, ihn nicht benutzen zu müssen. Manche Dinge lassen sich dann doch nicht mehr mit einem Smartphone erledigen. Für Notfälle sollte man einen Laptop griffbereit haben.
- Surf-Stick: Das Internet ist unser ständiger Begleiter und besonders zu Zeiten wie Skype und E-Mail unerlässlich für jeden Selbstständigen. Allerdings sollte man aufpassen, dass man nicht in die Gebührenfalle tappt, besonders im Ausland: Vorher informieren, welche Kosten anfallen!
- USB Stick: Alle Daten sollten gesichert werden. Besonders im Urlaub, wo dann doch schnell mal etwas verloren gehen kann. Mit einem USB Stick, den man auch einfach an sein Schlüsselbund machen kann, hat man seine Daten so immer dabei.
- Passwörter: Oft hat man seine Passwörter auf dem Laptop, sodass man sich automatisch in seine verschiedenen Accounts einloggen kann. Ist man nun allerdings an einem anderen PC, kann die Suche nach dem richtigen Passwort schon mal langwierig und mühsam werden. Um dieses Problem zu umgehen, gibt es mittlerweile ganz gute Passwort-Manager im Internet, mit denen man seine Passwörter gut verwalten kann.
Zu guter Letzt: Man ist im Urlaub: Der Hauptgrund für Urlaub ist die Entspannung. Daher sollte man sich nicht verrückt machen: Im Notfall für Kunden erreichbar zu sein bedeutet nicht, sein Handy oder Internet ständig griffbereit neben sich zu haben und den Finger schon auf der grünen Taste bereit zu halten oder alle 5 Minuten seine Mails zu checken. Wenn man Schwierigkeiten hat, abzuschalten, kann man sich bestimmte Zeiten setzen, zu denen man seine Mails / Anrufbeantworter checkt. Auf jeden Fall sollte man die Arbeit auf einem Minimum halten und nicht mehr als eine halbe Stunde alle paar Tage einplanen.
Quelle: Freelance Folder
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