Der Sommer kommt

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Ausgelassen in den Sommer springen

Der Frühjahrsschlaf ist langsam aus den Augen gerieben, die Wohnung blitzt nach dem Frühjahrsputz und von den Balkonen lachen einen bunte Blumen an – der Sommer ist da. Ab heute sogar offiziell, denn meteorologisch löst der Sommer den Frühling immer am 21. Juni eines Jahres ab. An diesem Tag steht die Sonne am höchsten und längsten am Himmel: So lang, dass es bei manchen unserer Nachbarn überhaupt nicht dunkel wird. Die weißen Nächte werden dort traditionell mit einem großen Fest – dem Mittsommerfest – gefeiert. Dabei wird der offizielle Sommerstarttermin allerdings nicht so eng gesehen – das Fest findet meist am Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni gefeiert, so dass das Wochenende durchgefeiert wird.

Historisch gesehen wurde der Tag am 24. Juni (des Julianischen Kalenders) begangen. An diesem Tag huldigt die Kirche auch Johannes den Täufer, die daher vielen heidnischen Bräuchen eine christliche Bedeutung gab.

Bei den Festlichkeiten zum längsten Tag des Jahres haben sich in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Bräuche eingebürgert:

  • Mittsommerbaum: Die wohl bekannteste Art zu feiern, mit einem Tanz um einen großen Mittsommerbaum, findet traditionell in Schweden statt. Hier wird der mit Blumen geschmückte majstången (von maja – mit Blumen schmücken) als Mittelpunkt von den Reigentänzen genommen. Hierbei gibt es eine bunte Vielfalt an Bäumen und Tänzen: Je nach Region wird er anders geschmückt und betanzt.
  • Feuer: In Dänemark wird am 23. Juni eine Strohhexe bei einem großen Feuer und vielen Volksliedern verbrannt um böse Kräfte fernzuhalten. Auch in Estland – wo der Mittsommer eine höhere Stellung hat als Weihnachten – wird darauf geachtet, die Nacht ein Feuer durchbrennen zu lassen und auch in Lettland findet das Fest mit den großen Johannifeuern seinen Höhepunkt.
  • Alkohol: Besonders ausgelassen feiern die Finnen den längsten Tag des Jahres: Zusammen mit vielen großen Freiluftfestivals wird traditioneller Weise auch sehr viel getrunken. Lärm und Trank sollten nach altem Glauben böse Geister verjagen und Glück bringen. Hierbei galt: Je mehr, desto besser.
  • Blumen: Mehr auf die Kraft der Blumen und Natur vertrauen die Letten. Dort wird am Tag vor Mittsommer gesammelten Blumen und Gräsern eine spezielle Heilkraft für Mensch und Tier zugesprochen. Während aus den Blumen Kränze geschmückt werden, huldigt man der Natur und ihren Göttern mit Käse und Bier.

Aber auch in anderen Teilen der Welt wird der Mittsommertag gefeiert: Am 21. Juni wird in mittlerweile 340 Städten weltweit das Fête de la Musique veranstaltet. Auf mehreren Bühnen treten bis in die Nacht Musiker aus aller Welt auf. Auch in Berlin wird es heute wieder fröhlich: in mehreren Stadtteilen gibt es Bühnen und Programm.

Quelle: Wikipedia

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