Auf der twago-Plattform können Kunden ihre Projekte an externe Dienstleister auslagern. Dieses Outsourcing bzw. Offshoring bringt viele Vorteile mit sich, bedarf jedoch auch einer gewissen Planung. Aber wie steht es eigentlich um das Outsourcing bzw. Offshoring in Deutschland und der Welt? Wie ist also die Struktur der Outsourcing-Nachfrage?
Die Struktur der Nachfrage nach Outsourcing und Offshoring in Deutschland

Um mit dem gleichen Budget mehr zu machen, ist Outsourcing und Offshoring ein effizienter Weg
Im Vergleich zu den USA oder Großbritannien gab es im deutschsprachigen Raum eine hohe Zurückhaltung bei der Nachfrage von Outsourcing und Offshoring. In den letzten Jahren hat sich dies jedoch geändert. Immer mehr deutsche Unternehmen gelangen zu der Erkenntnis, dass die Konzentration auf das Kerngeschäft der Schlüssel zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ist. Damit einher geht auch der Erhalt des deutschen Standortes. Zudem stellen Outsourcing und Offshoring ein Potential zur Kostensenkung dar. Es gibt bereits eine Reihe von national und international erfolgreichen deutschen Unternehmen, die mit externen Partnern zusammenarbeiten.
Outsourcing und Offshoring für kleine und mittelständische Unternehmen
Fast jedes Unternehmen nutzt die Möglichkeit des Outsourcings und arbeitet mit externen Serviceanbietern, wie Programmierern oder Webdesignern, zusammen. Offshoring wird hingegen in erster Linie von Unternehmen genutzt, die eine bestimmte Größe und Komplexität übersteigen. Eine Studie zeigt, dass vor allem große Unternehmen Outsourcing und Offshoring nutzen. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) halten sich im Vergleich zu größeren Unternehmen bei Outsourcing-Vorhaben eher zurück. Diese Lücke kann mit twago geschlossen werden. Die Plattform richtet sich speziell an Gründer und KMUs. Die Ausschreibung komplexer, umfassender Projekte ist aber ebenso problemlos möglich. Kleinere Unternehmen suchen aber meist nur für ein zeitlich begrenztes Projekt, wie die Erstellung einer Homepage oder um ein Logo erstellen zu lassen, einen Programmierer oder Webdesigner.
Fallbeispiele zum Outsourcing
In Deutschland sind es generell große Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl von über 250 Mitarbeitern, die die Möglichkeiten des Outsourcings und Offshorings nutzen. Sie haben meist Produktionsstandorte in verschiedenen Ländern und arbeiten mit externen Serviceanbietern aus der ganzen Welt zusammen. Zu diesen Unternehmen zählen auch die 30 DAX-Unternehmen. Die folgenden Fallbeispiele illustrieren das Verhalten großer Unternehmen bezüglich Outsourcing-Aktivitäten.
Outsourcing-Fallbeispiel Henkel
Henkel hat 55.000 Mitarbeiter in 125 Ländern. Das Unternehmen nutzt derzeit Outsourcing- und Offshoringmöglichkeiten. Im August 2009 hat Henkel die Möglichkeiten des Outsourcings genutzt und den Desktop-Support an das indische Unternehmen Unisys ausgelagert. Unisys betreut neben den PCs und Notebooks den globalen Benutzerservice von Henkel sowie den Vor-Ort-Support. Bei der Outsourcing-Partnerschaft zwischen Henkel und Unisys handelt es sich um einen Fünfjahresvertrag.
Für September 2010 plant Henkel ein weiteres Outsourcingprojekt. Es is vorgesehen die Entwicklung und Pflege der eigenen Application Services zu accenture auszulagern. Die Planung hierfür läuft seit dem Frühjahr 2008. Durch Outsourcing will sich Henkel verstärkt auf seine Kunden konzentrieren. Außerdem erhofft sich das Unternehmen eine Stärkung des globalen Teams und eine höhere Effizienz durch Konzentration auf das Kerngeschäft. Weitere Ziele des Outsourcings zu accenture sind die Reduktion der Kosten, Steigerung der Flexibilität und die Fortführung der Dienstleisterkonsolidierung. Genau diese Vorteile genießen grundsätzlich alle Unternehmen, die Projekte auslagern. Kleinen oder mittelständischen Unternehmen bzw. Gründern öffnen sich mit twago nun auch neue Möglichkeiten durch Outsourcing.
Outsourcing-Fallbeispiel DB Systel
DB Systel ist eine 100% Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG. Der Systempartner der DB AG wurde im Januar 2007 gegründet und hat 5.000 Mitarbeiter. In Fall von DB Systel liegt ein konzerninternes Outsourcing von der DB AG zu DB Systel vor.
DB Systel hat zudem verschiedene Offshore-Outsourcingpartner. Dazu zählen accenture auf den Philippinen mit derzeit 13 Projekten, NIT technologies in Indien mit 15 Projekten sowie Hexaware technologies in Indien mit derzeit 6 Projekten. Ziel dieser Offshore-Outsourcingpartnerschaften sind Skalierbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Lernen und Internationalisierung.
Outsourcing-Fallbeispiel Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)
Die KVB hat 1.700 Mitarbeiter an 7 Standorten in. In erster Linie verfolgt die KVB das Ziel der Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen sowie die Optimierung der Kosten. Dies sind auch die Gründe für das SAP-Outsourcing an einen externen Serviceanbieter. Die Planung und Umsetzung war für Ende des Jahres 2009 vorgesehen.
Neben diesen drei Fallbeispielen gibt es natürlich eine Vielzahl anderer Beispiele für große Unternehmen in Deutschland, die Aufgaben und Prozesse an externe Outsourcingpartner abgegeben haben. Dazu zählen Unternehmen wie die Deutsche Telekom, die Süddeutsche Zeitung, Lufthansa, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, BMW und E-Plus Mobilfunk, die Aufgaben und Prozesse zu dem amerikanischen IT-Unternehmen Unisys outsourcen. Ford und Opel haben Verträge mit dem indischen Outsourcingunternehmen TATA Group geschlossen. Die beiden DAX-Unternehmen Siemens und SAP lagern Aufgaben und Prozesse zu dem indischen Unternehmen Infosys aus.
All diese Fallbeispiele zeigen Outsourcing-Aktivitäten von großen Unternehmen. Für KMUs und Gründer war es bisher eher schwer Outsourcingpartner zu finden und effektiv bzw. ohne viel Aufwand, Prozesse und Aufgaben auszulagern. Mit Vermittlungsplattformen wie twago wird dies nun vereinfacht und für alle Unternehmensgrößen möglich.



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