Die neue Form des Online-Shops – Open Source

Shopsysteme: Open-Source oder nicht ist eine Frage der Anforderungen an den Shop

Immer mehr Online-Shopbetreiber setzen auf Open-Source-Programme zur Gestaltung ihres Online-Shops. Im Vergleich zu selbstentwickelten Systemen bieten diese den Vorteil, dass sie kostengünstig und relativ leicht einzurichten sind.

Zusätzlich sind die Programme zum Teil lizenzfrei zugänglich und durch offene Quellangaben nach Belieben erweiterbar, das heißt jeder Shopbetreiber kann so viele Features und Erweiterungen wie er möchte selbst einbauen. Obwohl also die Standardeinstellungen alle gleich sind, können die Webshops ganz individuell gestaltet werden. Wir geben einen kurzen Überblick über die gängigsten Softwaremodelle:

  • Magento

Magento ist immer stärker im Kommen. Bereits beim Start im August 2007 wurde die Software als die neue Entdeckung in der Open-Source-Szene gefeiert und erreichte im Januar 2010 eine Downloadrate von 1,5 Millionen. In einem Vergleich mit anderen Softwareangeboten von 2009 wurde vor allem die große Entwickler-Community als positiv angesehen, allerdings bestand noch Aufholbedarf in der Performance mit einer relativ langen Seitenladezeit. Seitdem hat Magento allerdings immer wieder neue Updates herausgebracht. Die aktuelle Version kann man sich einfach auf der Homepage downloaden. Zusätzlich hat Magento kürzlich Finanzierung in Höhe von 22,5 Mio $ erhalten, was vor allen Dingen in die Entwicklung neuer Services investiert werden soll. Über die neuesten Magento Trends kann man sich außerdem auf den regelmäßig stattfindenden Meet-Magento-Veranstaltungen informieren, die nächste findet vom 31. Mai bis 1. Juni 2010 statt. Es bleibt also spannend.

  • Oxid

Oxid bietet seit November 2008 die kostenfreie Open-Source-Version an. Im Vergleich zu Magento bietet es allgemein die gleichen Anwendungsmöglichkeiten an und erlaubt die lizenzfreie Weiterentwicklung der Software. Unterschiede bestehen in der verwendeten Programmiersprache. Magento bietet mit XML eine relativ komplexe Version an, Oxid ist durch PHP und dem relativ leicht zu bedienenden Template Smarty eine gute und einfache Lösung für Einsteiger. Auch Oxid bietet mit den Oxid Commons regelmäßig Treffen für die Community an, der nächste Termin ist der 6. und 7. Mai 2010. Zusätzlich vergibt Oxid jeweils am Ende des Jahres den “Best Solution Award” für die beste Umsetzung eines Online Shops.

  • Xt:Commerce

Xt:Commerce ist der Nachfolger von osCommerce und damit eines der ersten Softwareprogramme für Online-Shops und ist gegenüber Magento und Oxid lizenzpflichtig. Es basiert wie Oxid auf PHP und Smarty und ist damit relativ einfach zu bedienen, zusätzlich verfügt es in seiner Grundausstattung über eine große Auswahl an Layouts und Einstellungsmöglichkeiten. Allerdings ist der Quellcode gegenüber den anderen Programmen nicht frei zugänglich, wodurch eigene Änderungen der Features schwer bis gar nicht unterzubringen sind. Die Programmstruktur selbst ist relativ einfach zu bedienen und somit besonders für unerfahrene User interessant. Durch die einfache Programmstruktur entsteht ein weiterer Vorteil, nämlich eine sehr schlanke und schnelle Performance. Seit Version 4 ist die Software unter dem Namen Veyton auf der Homepage erhältlich.

Fazit: Besonders Magento eignet sich für User, die viele zusätzliche Features und Einstellungen in ihrem Online Shop integrieren möchten. Im Vergleich zu den anderen ist es aber auch die komplexeste und von der Nutzung aufwändigste Software. Oxid und vor allen Dingen xt:Commerce hingegen bieten unerfahrenen Usern gute und schnelle Ergebnisse und eine gute Bedienung.

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