10 nützliche Online-Tools für Freiberufler und Selbstständige

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Machen das Freiberufler-Leben einfacher: nützliche Online-Tools

Viele Freiberufler und Selbstständige arbeiten den Großteil ihrer Zeit mit ihrem PC – Programmierer erstellen Code, Designer kreieren Grafiken oder Übersetzer bringen Texte von einer Sprache in eine andere. Viele dieser Arbeiten sind ohne PC gar nicht auszuführen und später an den Kunden übermittelbar. Deshalb sind auf den Computern häufig viele Programme installiert. Es gibt aber auch Alternativen zu Desktopanwendungen – webbasierte Programme, die über den Browser aufgerufen und bedient werden. Diese sind meist kostenlos und die relevanten Daten sind immer verfügbar, weil sie im Internet gespeichert werden und nicht “zuhause auf dem Rechner liegen.” Dieser Beitrag stellt einige für Freelancer bzw. Selbstständige nützliche Online-Tools vor.

1. Windows Live SkyDrive und andere Online-Speicher

Wer häufig Zugriff auf große Dateien braucht, jedoch nicht immer denselben Rechner benutzt, kann mit der Online-Festplatte auf alle möglichen Dateiarten zugreifen. Der Speicherplatz ist mit 25 GB sicherlich für die meisten Bedürfnisse ausreichend. Für die Nutzung braucht man eine WindowsLive-ID. Die gespeicherten Dateien kann man aber für beliebige Nutzer freischalten. Das praktische am SkyDrive ist, dass man es als Netzlaufwerk direkt in seinen Rechner einbinden kann, so muss man sich nicht immer bei Windows Live anmelden. Nutzt man mehrere Rechner an unterschiedlichen Orten und bindet das SkyDrive ein, kann man so einfach große Dateien hin und her schieben, wenn mal kein USB-Stick zu Hand ist, und auch später von überall direkt auf die Dateien zugreifen.

Eine gute Alternative zum Windows Live SkyDrive ist ist humyo. Der Vorteil liegt in der maximalen Größe, die Dateien haben können: bis zu 10 GB stellt keine Schwierigkeit dar, jedoch ist der absolute Speicherplatz der kostenlosen Variante auch nur auf 10 GB begrenzt.

Und weil wir einmal beim Online-Speichern sind. Dropbox ist zwar in der kostenlosen Variante auf 2 GB begrenzt, der Online-Speicher wird jedoch einfach als Ordner in den Eigenen Dateien integriert und ständig synchronisiert. Auch hier kann man ideal von verschiedenen Rechnern auf einen Speicherplatz zugreifen, Dateien so problemlos austauschen oder per Link einen freigegeben Ordner mit anderen teilen, wenn die Größe des E-Mail-Anhanges mal wieder nicht ausreichen sollte.

2. Toggl

Wer seine Zeit online aufschreiben bzw. tracken will, ist mit toggl gut beraten. Das Tool ist nicht nur als Online-Tool verfügbar, sondern kann auch als Desktop-Applikation und sogar als iPhone-App genutzt. Mit Toggl kann man die Zeit, die man an Projekten arbeitet genau aufschreiben und am Ende abrechnen. Durch die Cross-Platform-Kombatibilität kann man jederzeit und überall die Zeit festhalten. Ungenaues schätzen am Ende des Tages bleibt aus. Geht man mal für 5 Stunden in einen Coworking-Space und nimmt absichtlich den Laptop nicht mit um beispielsweise kreative Ideen für einen Kunden zu generieren, kann man trotzdem über die iPhone-App die Zeit notieren.

3. GoogleDocs

Das kostenlose Textverarbeitungswerkzeug von Google beherrscht die wichtigsten Funktionen, die man für die alltägliche Arbeit mit Texten und Tabellen benötigt. Die Komplexität und den Funktionsumfang von vergleichbaren Desktopanwendungen wie Word von Microsoft sollte man aber nicht erwarten. Von großem Vorteil ist die Möglichkeit, Texte durch mehrere Personen bearbeiten zu lassen. Jedoch kann man nicht nur Texte oder Tabellen erstellen und bearbeiten, sondern auch Präsentationen, einfache Grafiken oder Formulare. GoogleDocs ist ideal wenn es mal schnell gehen muss, das Design nicht den allerhöchsten Ansprüchen genügen muss und vor allem, wenn mehrere Leute gleichzeit an einem Dokument arbeiten. Teilen Sie sich als Freelancer beispielsweise ein Projekt und wollen genau ihre geleisteten Stunden Dokumentieren, ist das GoogleDocs Tabellentool eine praktikable Lösung.

4. PicNik

Das webbasierte Bildbearbeitungswerkzeug PicNik ermöglicht grundlegende Bildbearbeitung wie beschneiden, vergrößern/verkleinern oder drehen. PicNik kann Bilder aus populären Bilder-Sharing-Seiten, wie Flickr, Picasa, Facebook oder myspace, importieren und weiter bearbeiten. Effekte, Filter oder Texte hinzufügen sind schnell gemacht. Für die kostenlose Basisversion muss man sich nicht einmal registrieren.

Eine Alternative zu PicNik ist Photoshop Express. Mit Hilfe des Bildbearbeitungstools kann man in Bildern Farben ändern, Formen und Text einfügen oder Größe, Helligkeit und Kontrast ändern. Die Basisfunktionalität des “richtigen” Photoshops ist also gegeben.

5. Prezi.com

Prezi.com ist das Tool für die richtig coolen Präsentationen. Wie erstellt man die Präsentationen, die nicht auf verschiedenen, aufeinander folgenden Folien basieren, sondern nur ein Blatt enthalten, durch dass man sich frei bewegt und immer neue Inhalte entdeckt auch weil man nahezu unendlich in die Arbeitsfläche hineinzoomen kann? Das geht mit Prezi. Standard-Powerpoint ist zu langweilig? Prezi gibt Präsentationen den richtigen Pepp und Feinschliff. Und wenn der Kunde bei der nächste Projektpräsentation mal so richtig überzeugt werden soll, kann das mit Prezi gut realisiert werden, denn die Präsentationen sind abseits von dem, was man mit Powerpoint machen kann. Wir haben das auch mal ausprobiert: twago prezi-Präsentation.

6. TeuxDeux

TeuxDeux ist eine webbasierte To-Do-Liste in sehr ansehnlichem minimalistischen Design. Die Grundfunktionen, die jedes To-Do-Werkzeug beherrschen sollte, sind integriert: z.B. Wochenüberblick, Aufgaben verschieben, als erledigt markieren. Eine hilfreiche Funktion ist der sog. Someday-Bucket, in den man Aufgaben mit niedriger Priorität ablegen kann, die man erledigen kann, wenn die Auftragslage ein wenig Freiraum lässt.

7. LovelyCharts

Das webbasierte Werkzeug zur Erstellung von Diagrammen, Sitemaps oder Flowcharts ist einfach zu bedienen und hat alle notwendigen Grundfunktionen bereits in der kostenlosen Basisversion.

8. Delicious

Delicious ist ein Social-Bookmarking-Service. Mit dem Werkzeug kann man einfach Lesezeichen setzen und sich so Webseiten merken, die man später noch einmal besuchen möchte oder die für andere Zwecke wichtig sind. Die Lesezeichen werden anhand von Schlagwörtern (tags) kategorisiert und sind so später einfacher wieder zu finden. Hat man sich mit anderen Nutzern über Delicious vernetzt, kann man Lesezeichen auch untereinander teilen. Hilfreiche Add-ins für Browser vereinfachen die Nutzung. Und wenn man beim nächsten Termin mit dem Kunden diesem eine interessante Webseite zeigen möchte, der eigene Laptop aber nicht dabei ist, dann geht man einfach auf Delicious, loggt sich ein und hat sofort Zugriff auf alle wichtigen Bookmarks.

9. WordPress

Für alle, die einen eigenen Blog hosten wollen, ist WordPress die richtige Lösung. Das Content-Management-System stellt alle wichtigen Funktionen zur Verfügung: Artikel schreiben, Links verwalten, statische Seiten erstellen, Nutzer hinzufügen, Design anpassen. Wer eigenen Webspace und eine eigene Domain hat, kann sich bei WordPress.org die CMS-Software herunterladen und einen selbstgehosteten Blog einrichten. Interessant sind bei WordPress die unzähligen Widgets, Add-ins zur Erweiterung der Funktionen bzw. des Designs. Der twago-Blog wird übrigens auch mit WordPress erstellt und gepflegt.

10. Leo

Freiberufler arbeiten häufig mit Partner zusammen, die nicht immer Deutsch sprechen. Als Geschäftssprache bei internationalen Beziehungen kommt dann häufig Englisch zum Einsatz. Fehlt bei der Absprache die ein oder andere Vokabel, hilft leo bei der Übersetzung. Hilfreich ist auch das Forum. Da die Nutzergemeinde sehr aktiv ist, finden sich ungewöhnliche Übersetzungen oder Übersetzungen von Wortgruppen häufig dort. Und wenn man im Leo-Wörterbuch keine Übersetzung findet, kann man selbst im Forum den “Problemfall” eintragen und dort Hilfe erhalten.

In letzter Zeit ist ja auch Google translate immer populärer geworden. Das interessante dabei ist, dass Google translate mitlernt und Verbesserungsvorschläge direkt von Nutzern eingebracht werden. Durch die “intelligente” Übersetzung, die durch die Analyse tausender Dokumente trainiert wird, klappt die Grammatik teilweise auch recht gut. Größter Trainer von Google translate ist übrigend die EU. Da die EU viele Dokumente in fast allen europäischen Sprachen online anbietet – und das sind unzählige Seiten – hat der Übersetzungsdienst in kurzer Zeit richtig viel dazu gelernt, denn translate analysiert Übersetzungen gleicher Dokumente und lernt so für die Zukunft, welche Wörter häufig im gleichen Kontext benutzt werden.

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