Keine Angst vor kleinen Aufträgen

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Wer hoch hinaus will, muss klein anfangen

Wer hoch hinaus will, muss klein anfangen

Freiberufler und Selbstständige, die auf Projektbasis Aufträge für Kunden erledigen, wollen meist das eine: langfristige Aufträge. Diese sichern nicht nur die Auftragslage auf längere Sicht, sondern werfen auch meist einen guten Gewinn ab. Außerdem entfällt zunächst der Aufwand, sich um neue Projekte kümmern zu müssen, man kann eine gute Geschäftsbasis mit dem Auftraggeber über den Zeitraum der Projektphase aufbauen und man hat die Möglichkeit, sich tiefgründig und ohne Ablenkung durch gleichzeitig laufende Projekte mit einen Projekt zu beschäftigen.

Aus diesen Gründen sind kleine Projekte, die nur wenig Umsatz bringen und in kurzer Zeit fertiggestellt sind, bei Freiberuflern bzw. Selbstständigen nicht sonderlich beliebt. Jedoch haben derartige Projekte auch viele Vorteile und man sollte als Selbstständiger nicht vor Mini- und Microprojekten zurückschrecken.

Der Vorteil liegt in dem unkomplizierten Management solcher Projekte. Das heißt, die Akquisezeit ist relativ kurz und der Verwaltungsaufwand gering. Man muss also vor Projektstart nicht erst viele Modalitäten klären, Verträge formulieren oder Angebote abändern, da dies ein kleines Projekt gar nicht bietet bzw. verlangt. Außerdem ist der Aufwand, der parallel zum Projekt läuft, wie z. B. Meilensteine koordinieren, Statusberichte verfassen und Vorabversionen zur Beurteilung freigeben, sehr gering.

Kleine Projekte bieten außerdem auch Abwechslung. Selbst wenn man z. B. als Designer den größten Teil seiner Zeit grafische Entwürfe macht und diese rendert, dann sind die Aufträge ja doch immer unterschiedlich. Der größte Vorteil an einem Projekt ist jedoch das zukünftige Potenzial, das dahinter steckt. Eventuell möchte ein Auftraggeber zunächst mit einem kleinen Projekt testen, ob die Kooperation klappt und wie die Qualität der Arbeit ist. Ein kleines Projekt stellt demnach eine beachtliche Möglichkeit dar, sich als der ideale Partner für den Auftraggeber zu etablieren und später mehr und größere Projekte zu erhalten, auch im internationalen Rahmen. In diesem Zusammenhang sollte man auch darüber nachdenken, dass man eventuell ein Projekt unterhalb der Deckungskosten erledigt. Man macht zwar in diesem Moment Verlust, aber kann sich so eventuell auch Anschlussprojekte sichern. Ein derartiges Vorgehen sollte aber gründlich geplant sein.

Grundsätzlich sind kleine Projekte also nur auf den ersten Blick nicht erstrebenswert. Das Argument über eine kleines “Schnupperprojekt” weitere Projekte zu erhalten, ist sicherlich der vielversprechendste Vorteil.

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