Businesspläne für Freiberufler – mehr als nur lästiger Schnickschnack

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Nicht nur große Unternehmen sollten sich einen Businessplan anlegen. Auch für Freiberufler ist der Nutzen eines durchdachten und strukturierten Zeitplans enorm

Durchdacht in die Selbstständigkeit

Immer mehr Menschen machen sich selbstständig, und die Idee dahinter ist ja auch gar nicht schlecht: Man hat niemanden mehr, der einem vorschreibt, wie etwas zu funktionieren hat, was als nächstes zu tun ist oder den man fragen muss, ob denn seine Idee so in Ordnung ist.
Dafür muss man aber auch für sich selbst verantwortlich sein und kann sich nicht mehr auf andere Apparate verlassen. Wenn etwas nicht funktioniert erhält man keine Rückendeckung. Man ist jetzt sein eigener Chef, mit allen Vor- und Nachteilen, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt.
Selbstständigkeit birgt viele Risiken, und gerade am Anfang braucht man Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen.
Um etwaige unangenehmen Überraschungen direkt vorzubeugen, ist es auch für Freiberufler von Vorteil, sich einen Businessplan anzulegen.
Businesspläne helfen, über seine Ziele nachzudenken und diese zu strukturieren, Prioritäten festzulegen und sich Meilensteine zu setzen, um einen zeitlichen Überblick zu erhalten. Denn schließlich ist man jetzt ein eigenes kleines Unternehmen, und genauso wie seine großen Mitstreiter muss man sich überlegen:
  • Was möchte ich erreichen mit meiner Selbstständigkeit?
  • Welche Ziele sind realistisch?
  • Wie sieht mein Zeitplan aus? Welche Meilensteine / Steckenpferde kann ich mir setzen? Ist die vorgegebene Zeit einzuhalten?
  • Was muss ich tun um meine Vorgaben einhalten zu können?
Es ist wichtig, solche Fragen vorab zu klären, auch um die Kosten, die mit einer Selbstständigkeit einhergehen, berechnen zu können und sich später nicht über Verlust zu ärgern, sondern über Gewinn und berufliche Freiheit zu freuen.
Was ein Businessplan genau enthalten soll, kommt auf die Fragestellung und das Ziel an, eine eins zu eins Mustervorlage gibt es nicht. Wichtig ist aber, dass er so detailliert wie möglich gehalten werden soll. Setzen Sie sich ausführlich mit Ihrer potentiellen Zielgruppe auseinander und erläutern Sie Ihr Geschäftsvorhaben: Welche Ideen und Produkte wollen Sie warum und wie verkaufen? Welchen Nutzen können Sie Ihren Kunden bieten?
Bedenken Sie, was Ihnen wichtig ist und was auf Ihre individuelle Situation zutrifft!
Bei der anschließenden Erstellung und Gliederung eines Businessplans kann man sich allerdings auf eine gewisse Ordnung verlassen. Auf jeden Fall sollten Sie:
  1. Eine Summary erstellen, in denen die wichtigsten Punkte kurz und präzise erläutert werden
  2. Außerdem sollten Sie Informationen über sich und Ihre berufliche Qualifikation erläutern: Wieviele Jahre Berufserfahrung können Sie vorweisen? Was haben Sie vor Ihrer Selbstständigkeit gemacht? Wo haben Sie wie lang gearbeitet? Können Sie fachliche Gutachten vorweisen?
  3. Geben Sie eine Markteinschätzung ab: Was ist Ihre Zielgruppe? Was sind Ihre Konkurrenten? Wie können Sie sich von diesen abheben? Wenden Sie sich an nationales oder internationales Klientel?
  4. Finanzen: Wie sieht Ihre Finanzplanung aus? Wieviel Gewinn möchten Sie wann erreichen? Wie sieht Ihre Liquidität aus? Mit wieviel Verlust können Sie umgehen?
  5. Zu guter Letzt müssen Sie sich auch über die Risiken, die Ihre Geschäftsidee mit sich bringt, Gedanken machen. Worauf muss ich achten? Wo liegen potentielle Gefahren? Wie kann denen vorgebeugt werden?
Mit Ihrem Businessplan können Sie den Risiken, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt, selbstbewusst und zielsicher entgegentreten. Durch strukturelle Planung können Sie bei Abweichungen schnell und problemlösend eingreifen.

So können Sie sich sicher und zuversichtlich auf Ihre Unabhängigkeit freuen.

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