Häufig vernachlässigt: Datensicherung
Viele Leute arbeiten täglich einen Großteil ihrer Zeit am Rechner. Sie designen Webseiten, übersetzen Texte oder progammieren Software, wie beispielsweise viele Nutzer von twago, die derartige Projekte für Auftraggeber als Freiberufler oder Selbstständige erledigen. Ihr Rechner ist ihr vertrautestes und oft einziges Werkzeug, mit dem sie ihrer täglichen Arbeit nachgehen und ohne das sie nicht in der Lage sind, Aufträge zu erledigen. Vom “Wohlergehen” ihres Computers hängt die Existens ihres Unternehmens bzw. ihre Tätigkeit ab. Wenn der Computer also einmal nicht funktioniert oder relevante Daten verloren gegangen sind, kann schnell Panik ausbrechen. Das Erstellen von Sicherungskopien ist daher unerlässlich und sollte nicht unterschätzt werden, um im Falle des Falle nicht den Boden untern den Füßen zu verlieren. Außerdem ist es auch gesetzlich vorgeschrieben, dass bestimmte Daten aufgezeichnet und gesichert werden, beispielsweise solche, die steuerlich relevant sind.
Was und wie sichern?

Datensicherung: Eine sanfte Landung nach hartem Sturz
Es stellt sich nun die Frage, was genau und wie dies gesichert werden sollte. Die Frage nach dem “Was” ist dabei eigentlich schnell geklärt: all das, was relevant ist. Dazu zählen neben den Anwendungsdaten, also die Daten, die vom Benutzer erstellt wurden, auch die Systemdaten des Computers. Das “Wie” gestaltet sich vielseitiger. Die einfachste Art ist eine manuelle Kopie aller Benutzerdaten auf einem externen Datenträger (USB-Speicherstick, DVD oder externe Festplatte). Dabei sind jedoch die Systemdaten nicht geschützt und der Rechner kann nicht wieder so hergstellt werden, wie vor dem Ausfall, beispielsweise nach einem Festplattendefekt. Diese Art der Sicherung muss außerdem manuell erfolgen und darf demzufolge nicht vergessen werden, damit die letzte Sicherung nicht zu weit zurück liegt. Um die Systemdaten zu sichern, sollte ein Festplatten-Image erstellt werden. Ein solches Image ist eine 1-zu-1-Kopie der Festplatte und kann einfach wieder auf eine neue Festplatte übertragen werden, ohne dass das komplette Betriebssystem wieder installiert werden muss.
Eine andere Möglichkeit sind Back-up-Lösungen, die täglich automatisch zu einer voreingestellten Zeit eine Sicherungskopie der Rechners anfertigen und z. B. auf einer externen Festplatte oder einer Netzwerkfestplatte (NAS = Network Attached Storage) ablegen. Derartige automatische Back-ups können auch kostenpflichtig online bei einem Anbieter gespeichert werden. Da Internetverbindungen jedoch nicht so schnell sind wie beispielsweise USB laufen solche Sicherungen nicht einmalig, sondern meist kontinuierlich im Hintergrund. Kostenintensiver, aber mit zusätzlichem Funktionsumfang ausgestattet sind einfache Serverysteme. Entweder werden die Anwendungsdaten dabei von vorn herein auf dem Server gespeichert oder ein tägliches Back-up des Arbeitsrechners (Client) erstellt und auf dem Server gesichert. Die Daten des Servers können wiederum auf einer anderen Festplatte oder online gesichert werden.
Die Auswahl des richtigen Datensicherungssicherungssystems hängt einerseits von der finanziellen Lage ab – eine DVD ist Cent-Sache, eine ausreichend große, externe Festplatte teilweise schon für ca. 50€ erhältlich, eine Online-Sicherung schlägt mit ca. 50€ pro Jahr zu Buche und einfache Serversysteme kosten mehrere Hundert Euro. Andererseits sind automatische Back-ups auch bequemer, werden nicht vergessen, sind meist auch einfacher wieder herzustellen und haben umfangreichere Funktionen, die man aber möglicherweise gar nicht alle braucht. Wichtig ist, dass überhaupt gesichert wird – egal wie.


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